Pizza – ein italienisches Nationalgericht

Die Pizza – leckeres Essen aus Italien! Ein Rezept für eine selbst gebackene gute „Holzofenpizza“!

Eines meiner Lieblingsessen ist die Pizza. Ein dünner Boden und knuspriger Rand, die Tomatensauce und die von mir bevorzugten Zutaten für den Belag – einfach lecker. Dazu ein Glas Weiß- oder Rotwein, was will man mehr?

Ist man in Italien unterwegs, dann findet man natürlich immer irgendwo ein Lokal, das auch eine gute Holzofenpizza anbietet. In den größeren Orten gibt es vor allen in den belebten Straßen (wie Fußgängerzone) auch viele kleine Pizzabuden, die ihre leckeren Pizzastücke im Straßenverkauf an den Mann bringen.

Pizza wie beim Italiener
Pizza wie beim Italiener

Es heißt, dass der Ursprung der typischen Pizza (Hefeteig, Tomatensauce, Käse) in Neapel liegt. Mitte des 18. Jahrhunderts wurde die Tomate in Süditalien populär; es liegen Nachweise vor, dass in dieser Zeit bereits schon eine Art Pizza gebacken wurde. Es existiert die Geschichte, dass zu Ehren von Königin Margherita  Ende des 19. Jahrhunderts in Neapel die typische, bei uns heute bekannte Pizza  erfunden wurde. So sollen damals Zutaten verwendet worden sein, die für die Nationalfarben Italiens stehen: weißer Mozzarella, rote Tomatensauce und grünes Basilikum. Diese Geschichte gilt jedoch historisch als widerlegt. Ähnliche Gerichte, also andere Fladenbrote aus Hefeteig, wie z. B. die italienische Focaccia, waren bereits zu Zeiten vor Christi bekannt.

Seit Mitte des 20. Jahrhunderts ist die Pizza auch bei uns verbreitet. Gastarbeiter aus Italien eröffneten ab den 1950er Jahren die ersten Pizzerien in Deutschland. Mit Nudeln und Pizzen wurde die italienische Küche bei uns in Deutschland bekannt und beliebt.

Was macht nun eine leckere Pizza aus?

Hier gibt es unterschiedliche Ansichten und Vorlieben. Für mich ist eine Pizza mit dünnem Teig und einem knusrigen Rand lecker. Die Pizza sollte mit möglichst großer Hitze gebacken werden, idealerweise im Holzofen. Beim Belag kann nach Belieben variiert werden, die Zutaten sollten aber von guter Qualität sein.

Wie kann ich selbst daheim eine leckere Pizza backen?

Früher habe ich immer mal wieder eine Pizza auf einem Blech im Backofen gebacken. Das Ergebnis war aber nie wirklich zufriedenstellend; die ganze Pizza war definitv nicht mit einer beim Italiener gebackenen Pizza zu vergleichen! Also habe ich eine Zeit lang überhaupt keine Pizza mehr in der eigenen Küche selbst gemacht, sondern bin lieber in die Pizzeria gegangen. Dann wurde ich auf den Pizzastein aufmerksam und seitdem wird in meiner Küche wieder Pizza gebacken…

Pizzastein im Backofen
Pizzastein im Backofen
Anleitung für eine Pizza wie beim Italiener!

Also wichtigste Voraussetzung ist, dass man einen Pizzastein verwendet. Dieser Pizzastein wird im Backofen bei höchster Hitze aufgeheizt. Nur so entsteht dann der knusprige Boden der Pizza, was mit der Verwendung eines Backbleches einfach nicht erreicht wird.

Pizzasteine werden in unterschiedlichen Formen, also rund oder rechteckig angeboten. Sie sind aus hitzebeständigem Stein wie Schamotte und werden auch in unterschiedlichen Stärken angeboten. Ich habe mir einen runden Pizzastein mit ca. 38 cm Durchmesser  aus unglasiertem Cordierit mit einer Stärke von ca. 1 cm zugelegt. Damit bin ich vollends zufrieden; der Pizzastein heizt sich schnell mit auf und kann für den Backofen und auch für den Grill verwendet werden. Die Kosten für einen solchen Stein (oftmals bereits mit Pizzaschaufel) liegen bei ca. 30 bis 40 Euro – eine Investition, die sich für mich auf alle Fälle gelohnt hat!

Rezept für Pizzateig

Genauso wichtig wie ein Pizzastein ist natürlich ein guter Pizzateig. Wie stelle ich diesen nun her?

Als erstes: es werden keine besonderen Zutaten benötigt, also ich verwende für den Pizzateig herkömmliches Weißmehl (Standard 405), kein extra Pizzamehl. Ansonsten ist nur noch Wasser, Salz und frische Backhefe nötig.

Hier die Mengenangaben für vier kleinere Pizzen:

  • 660 g Mehl (evtl. etwas mehr)
  • 1 Eßlöffel Meersalz
  • 400 ml kaltes Leitungswasser
  • 7 g frische Hefe (entspricht ca. einem Sechstel einer Frischhefe)

Aus diesen Zutaten stelle ich mit der Küchenmaschine einen Hefeteig her und lasse diesen dann mindestens einen Tag im Kühlschrank stehen, bevor ich den Teig zur Pizza verarbeite. Durch das „Gehenlassen“ erhält der Teig den typischen leicht säuerlichen Geschmack. Wer jetzt davon ausgeht, das der Pizzateig im Kühlschrank nicht hochgeht, der irrt: der Teig hat nachher mehr Volumen. Der Pizzateig kann ca. 6 Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden! Dadurch ist eine Pizza ideal vorzubereiten.

Hier die Anleitung für die Herstellung des Teiges

  • Anfangs nur einen Teil des Mehles nehmen (ca. 400 g) und mit dem kalten Leitungswasser, einem Eßlöffel Salz und der Hefe in die Schüssel geben. Dann das Ganze mit der Küchenmaschine ca. 2 – 3 Minuten rühren. Der Teig ist flüssig, etwa wie ein Pfannkuchenteig. Anschließend den Teig ca. eine halbe Stunde stehen lassen.
  • Den Teig mit der Maschine nochmals ein paar Minuten durchrühren, dann das restliche Mehl (ca. 260 g) zugeben und wieder ein paar Minuten kneten lassen. Anschließend den Teig wieder ca. eine halbe Stunde stehen lassen.
    Darauf achten, dass der Hefeteig nicht zu flüssig ist – er sollte sich nach dem Rühren von der Wand der Schüssel lösen. Sollte dies nicht der Fall sein, dann nochmal etwas Mehl zugeben. Der Teig darf nicht zu flüssig sein, sonst lässt er sich beim Verarbeiten zur Pizza schlecht verwenden (reißt schneller).
  • Nun den Teig in einer Schüssel mit Deckel in den Kühlschrank stellen. Wer will, kann hier bereits auf einem bemehlten Brett den Teig in vier Teile aufteilen und in kleinere Vorratsdosen geben; so kann bei Bedarf der Pizzateig auch einzeln verwendet werden. Der Teig sollte nun mindestens einen Tag im Kühlschrank gehen, besser sind meiner Erfahrung nach 2 – 4 Tage.
Pizzateig fertig
Pizzateig fertig
Pizzateig nach zwei Tagen
Pizzateig nach zwei Tagen
Weitere Tipps zum Pizzabacken

Der Pizzastein muß in den kalten Backofen eingelegt werden und wird dann mit erwärmt. Bei meinem Herd stelle ich auf volle Gradzahl (Einstellung Ober- und Unterhitze). Nach ca. 40 Minuten erreicht der Backofen die Höchsttemperatur von ca. 250 Grad Celsius. Dann kann mit dem Backen begonnen werden.

Während der Backofen aufwärmt, kann man genügend Zeit die Zutaten für den Belag herzurichten und klein zu schneiden. Als Sauce verwende ich eine fertig passierte Tomtensauce, zu der ich gerne noch eine Zehe Knoblauch dazu presse und mit Salz, Pfeffer, Basilikum bzw. Pizzagewürz fertig würze. Als Käse finde ich eine Mischung aus Mozzarella und Gouda gut (ca. zwei Drittel Mozzarella, ein Drittel Gouda). Das ist aber Geschmackssache.

Wer den Pizzateig noch nicht aufgeteilt hat, teilt ihn nun in vier möglichst gleich große Kugeln. Dazu verwende ich ein großes Holzbrett mit viel Mehl. Nun die Teigkugel formen – zuerst etwas platt drücken, dann in Länge und Breite und möglichst rund ziehen. Meine Pizzen werden nicht immer gleich rund, sondern haben oft eine längliche Form. Dabei achte ich darauf, dass der Teig in der Mitte der Pizza dünn gezogen wird. Der Rand darf ruhig etwas dicker sein!

Den fertigen Teigrohling (ohne Belag) lege ich dann auf die stark bemehlte Holzpizzaschaufel. Dabei lasse ich vorne einen kleinen Teil des Teiges überstehen, damit dieser Teil beim Draufschieben auf dem Pizzastein sofort etwas „anklebt“ und somit die Pizza leichter von der Holzschaufel auf den Pizzastein zu bringen ist (mit zusätzlicher Hilfe eines Pfannenwenders gelingt dies ganz gut).

Nun belege ich den Pizzateig auf der Holzpizzaschaufel. Als erstes kommt nun die Tomatensauce auf den Pizzateig, dann der Käse. Anschließend dann die weiteren Zutaten, die somit gut sichtbar und nicht vom Käse zugedeckt sind.

 

Pizza ab in den Ofen
Pizza ab in den Ofen

 

Die Pizza ca. 7 – 9 Minuten im Backhofen bei höchster Hitze backen lassen. Wenn der Rand erste leichte hellbräunliche Stellen hat, dann hole ich die Pizza aus dem Ofen raus.

Guten Appetit!

 

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