Von Agropoli nach Castellabate – Unsere erste Wandertour im Cilento

Mit der Bahn von Rom kommend erreichten wir gegen Abend das Küstenstädtchen Agropoli im Cilento.  Auf den ersten Blick erschien uns die Stadt nicht sonderlich einladend,  je näher wir jedoch Richtung Innenstadt und Richtung Küste liefen, umso mehr hellte sich unsere Stimmung auf.  Nicht nur die vielen kleinen verwinkelten Gassen in der Altstadt samt seinem Kastell, sondern auch der unterhalb gelegene Innenstadtbereich sind absolut sehenswert. Wir übernachten im Hotel Palazzo Dogana, einem schönen Hotel direkt am Meer mit Blick auf den Hafen.

Für den nächsten Tag haben wir unsere erste Küsten Wandertour im Cilento von Agropoli nach Maria di Castellabate geplant.  Etwas später als üblich – wer sieht nicht gern den Fischern am Morgen beim Arbeiten zu – starten wir nach dem Frühstück unsere Wandertour. Die ersten Kilometer verlaufen relativ unspektakulär auf Asphalt in Richtung Scoglio Trentova.  Doch bereits kurz nach dem Ende von Agropoli eröffnete sich uns ein wunderbarer Blick auf die  Bucht von Trentova  und auf die geplante Tourroute.

Trentova Bucht bei Agropoli
Bucht von Trentova bei Agropoli
Agropoli mit Blick aufs Hinterland
Agropoli mit Blick aufs Hinterland

Auch wenn es erst Anfang Mai ist, so überrascht es uns, dass wir am ganzen Strand – von zwei Gemeinde Arbeitern abgesehen – keine Menschenseele entdecken können. Nach einer kurzen Erfrischung im Meer gehen wir weiter und entdecken leicht oberhalb vom Strand direkt beim Parkplatz eine Übersichtskarte . Darauf ist unsere geplante Tour rot gekennzeichnet. Nun laufen wir nur ein paar Meter auf der Straße und biegen unmittelbar hinter dem Tennisplatz rechts ab. Der Weg verläuft nun auf Schotter und Waldwegen parallel zur Küste.  Immer wieder erspähen wir Blicke auf das unglaublich hellblau schimmernde Meer. Bei der Punta Tresino  erreichen wir einen Aussichtspunkt beim Wachturm „Torre Sarzano“.
Und weiter geht es.
Nach einigem Auf und Ab der Küste entlang eröffnet sich uns auf der Bergkuppe ein grandioser Blick auf die Bucht von Castellabate.  Das türkisfarbene Meer erinnert mehr an die Karibik als an eine italienische Küstenlandschaft.
Schließlich führt uns ein breiter Weg leicht bergab Richtung Santa Maria.  Am Ortseingang  steuern wir direkt den Strand an. Einen so unberührten kilometerlangen weißen  feinsandigen Strand hätten wir an diesem sonnigen Maitag nicht erwartet.
Also Schuhe und Strümpfe ausgezogen, Hose hochgekrempelt und los ging es direkt am Strand entlang. Keine Souvenirbuden, keine Sonnenschirme, keine Liegen – einfach nur Sand und das türkisfarbene Meer…. ein Traum.  Da nichts eilte, nutzten wir den Nachmittag zum Baden im Meer.  Ich kann mich nicht erinnern, jemals soviel Platz an einem Strand gehabt zu haben.

Am späten Nachmittag erkundeten wir noch den Ort und kehrten in einem zufällig gewählten Fischrestaurant ein. Und hatten Glück – wir wurden mit einem schmackhaft zubereiteten Fisch und guter Pasta verwöhnt. Zum Abschluss unserer Tour wanderten wir in den Nachbarort San Marco Castellabate, wo wir gegen Abend unser Quartier bezogen.

Blick auf Santa Maria di Castellabate
Blick auf Santa Maria di Castellabate
Wandertour - Agropoli - Castellabate - Rote Linie
Wandertour – Agropoli – Castellabate – Rote Linie

 

 

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