Wandertour östlich von Nürnberg – Hartmannshof – Burg Lichtenegg – Fürnried – Claramühle

Sie machen Urlaub in Nürnberg und würden gern Land und Leute rund um Nürnberg kennenlernen? Entdecken Sie bei dieser anspruchsvollen Tagestour (ca. 6 Stunden Gehzeit) die unweit  der alten historischen Handelsroute Nürnberg – Prag gelegene Burgruine Lichtenegg und eine unberührte Natur im Grenzgebiet zwischen Mittelfranken und der Oberpfalz. Als Einheimischer möchte ich Ihnen nicht nur kaum bekannte Wanderwege meiner Heimat näher näherbringen, sondern Sie auch auf die gute traditionelle Küche der vielen Wirtshäuser am Weg hinweisen.

Mit dem Zug aus Nürnberg kommend – Regio oder S1 – erreichen Sie den Einstieg in die Tour über die Haltestelle Hartmannshof.  Falls Sie mit dem Auto anreisen, so können Sie die kostenlosen Parkplätze am Bahnhof nutzen. Nach ca. 100m in Richtung Dorf überqueren Sie die Bundesstraße B14 an der Ampel. Nun führt Sie der Weg direkt geradeaus den Siedlungsberg hinauf. Am Ende der Siedlung haben Sie einen schönen Blick nach Weigendorf, das sich bereits in der Oberpfalz befindet.  Nach wenigen Minuten oberhalb der Schule vorbei, erreichen Sie eine Wasserquelle mit Ruhebank. Diesen Punkt sollten Sie sich gut merken, da sich hier die Rundtour wieder schließt. Halten Sie sich bei der Wasserquelle links und laufen Sie den schattigen Weg Richtung Haunritz.  In Haunritz angelangt, zweigt der Wanderwegs rechts ab und führt steil bergauf Richtung Lichtenegg. Kurz vor der Ortschaft taucht rechts  plötzlich die Burgruine Lichtenegg auf. Den Rundumblick auf der Burg –  585m Meereshöhe –  sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Schnurkeramische Funde rund um die Burg deuten auf eine Besiedelung vor mehr als 5000 Jahren hin. Zwei Schaukästen bei der Burg zeigen einige Relikte aus dem Mittelalter die bei Umbauarbeiten gefunden wurden.

Burgruine Lichtenegg
Burgruine Lichtenegg
Türkenfesen beim Orchideen Wanderweg
Türkenfelsen – auf dem Orchideen Wanderweg
Trossalter mit Blick Richung Franken
Ruhebank bei Trossalter

Hoffentlich denken Sie nicht dass der steilste Anstieg geschafft ist, denn der Wanderweg steigt nach dem Überqueren der Straße Richtung Wald  wieder steil an.  Folgen Sie dem Wanderzeichen 34 des Orchideen Wanderwegs bis zur nächsten Ortschaft Wurmrausch. Falls Sie die Tour im Monat Mai/Juni machen, so werden  Sie auf dieser Strecke viele Plätze seltener, unter Naturschutz stehender Orchideenarten wie Frauenschuh oder Fliegenorchideen finden. Entlang dieser Stecke tauchen auch viele schöne Felsformation auf, die auch unter Kletterern sehr beliebt sind.

In Wurmrausch führt der Weg ein kleines Stück auf Asphalt bergauf . Oben angelangt  erscheint in der Senke schon die nächste Ortschaft – Fürnried. Die als „schönstes Dorf der Oberpfalz“ prämierte Ortschaft glänzt durch seinen schönen Dorfplatz und seine Gastronomie. Sie merken es vermutlich bereits – es ist mein Wohnort 🙂
Sie müssen  sich nun entscheiden in welche der beiden familiengeführten Wirtschaften – Goldener Stern oder Goldener Hahn – Sie einkehren möchten.  In großen Städten kaum mehr zu finden, werden hier noch traditionelle Gerichte wie Schweinebraten, Haxn, Schäuferle usw. angeboten.  Lassen Sie sich überraschen…
An Sonn- und Feiertagen können Sie in Fürnried auch den Birgland Express (Busverbindung) nutzen, falls Sie die Tour ändern bzw. abbrechen möchten. Den Fahrplan finden Sie hier.

Hoffentlich gut gestärkt verlassen Sie die Ortschaft Fürnried über die ansteigende Kirchgasse. Am oberen Ortsrand angelangt liegt ein Spielplatz den wir links liegen lassen. Wir durchqueren eine idyllische Senke und steigen dann Richtung Trossalter durch einen kleinen Waldabschnitt auf. Am Ortsausgang von Trossalter hat man einen wunderschönen Ausblick ins Albachtal Richtung Franken. Gleich beim Ortsschild führt der Weg nun bergab. Es erwartet Sie ein wildromantischer Waldweg bis Sie die Kirchtalmühle (leider nicht mehr bewirtschaftet) und anschließend die Claramühle erreichen.

Claramühle im Albachtal
Claramühle im Albachtal

Folgen Sie bei der Claramühle der Straße Richtung Thalheim und biegen Sie nach ca. 200m rechts ins Heldmannsberger Tal ab. Sie wandern nun im Naturschutzgebiet Schottental,  das unter  Einheimischen besser als „Hemerschberger Tol“ bekannt ist. Bei einem markanten Felsen auf der linken Seite biegen wir links ab und steigen Richtung Heldmannsberg auf.  Sie können auch noch etwas weiter im Tal wandern und weiter hinten den Aufstieg direkt unterhalb der Kirche nehmen.  Sie möchten eine Kaffepause einlegen? Der Gasthof zum Schottental lädt mit einer schönen Terrasse mitten in der Ortschaft zur Kaffeepause ein. Sehenswert ist auch die Kirche direkt oberhalb des Tals gelegen.

Kirche in Heldmannsberg beim Schottental
Wallfahrtskirche Heldmannsberg

Der vorletzte kleine Anstieg der Etappe führt zu einem Wanderparkplatz oberhalb von Heldmannsberg. Zur besseren Orientierung finden Sie hier in einem Schaukasten eine Wanderkarte, falls Sie ohne GPS unterwegs sind.
Von nun an geht es auf dem Hochplateau Richtung Guntersrieth. In Guntersrieth angelangt, orientieren Sie sich am „tiefsten“ Punkt der Ortschaft nach links und wandern jetzt immer im Tal bergab Richtung Hartmannshof. Nach ein paar Kilometern erreichen Sie die am Anfang erwähnte Quelle mit Ruhebank. Hier können Sie Ihren Füßen eine wohlverdiente Abkühlung gönnen, bevor Sie den Siedlungsweg zurück zum Bahnhof gehen. Ein schöner Biergarten beim Bahnhof verkürzt die Wartezeit auf den nächsten Zug zurück nach Nürnberg.
Sie haben die Tour absolviert und möchten uns Ihre eigenen Erfahrungen mitteilen, dann nutzen Sie die Kommentar Funktion auf dieser Seite.

 

volle Distanz: 20.14 km
Maximale Höhe: 599 m
Minimale Höhe: 383 m
Gesamtzeit: 05:53:23
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